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Familienwappen - Wappenkunst Fam. Roland Tiedtke
 Familienwappen - Wappenkunst              Fam. Roland Tiedtke
  Kommunale Heraldik - Kommunalwappen Kommunale Wappen sind staatliche Hoheitszeichen. Das Wappen ist amtlich, wenn es von einer Gemeinde oder einer anderen Körperschaft des öffentlichen Rechts in der gegebenen konkreten Ausgestaltung geführt wird. Die Körperschaft beschließt ein auf Basis der Blasionierung beruhendes Wappen als amtliches Wappen zu führen. Hierzu gibt es folgende Möglichkeiten: - Die Körperschaft führt seit Urgedenken ein Wappen in einer konkreten Form. Oft basierend auf alte Stadtsiegel. - Die Körperschaft beschließt ein Wappen zu führen – oft durch ein Gremium, zum Beispiel dem Stadtrat. - Das Wappen wird der Körperschaft durch eine übergeordnete Stufe der staatlichen Hierarchie zugewiesen oder von ihr genehmigt. Dies ist nach Bundesländern unterschiedlich. Seit 1990 sind allein in den neuen Bundesländern über eintausend Kommunalwappen neu geschaffen worden. Aber auch in den „alten“ Bundesländern werden immer noch neue Kommunalwappen eingeführt. Meist werden Kommunalwappen als so genannte Unterwappen, also nur mit dem Schilde, dargestellt. Hier möchte ich Ihnen ein Kommunalwappen aus meiner Feder vorstellen: Kommunalwappen der Gemeinde Schweindorf Schweindorf ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Holtriem im Landkreis Wittmund in Niedersachsen. Gestaltungsideen: Herr Hans Schuster; Gemeinderat Schweindorf / Roland R. Tiedtke  Entwurf (Wappenaufriss): Roland R. Tiedtke Blasonierung: „In Gold ein blauer Schräglinkswellenbalken; vorne oben eine rote Galerieholländerwindmühle, hinten begleitet von einer linksgeneigten, beblatteten, grünen Kornähre; unten linksgeneigt, ein zweiblättriger, grüner Eichenzweig, befruchtet mit einer Eichel.“ Veröffentlicht im Amtsblatt des Landkreises Wittmund, Ausgabe vom 29.11.2013: 1 .Änderung der Hauptsatzung der Gemeinde Schweindorf, in Kraft getreten am 01.11.2013. Siehe auch       http://schweindorf.holtriem-news.de/?page_id=47                           https://de.wikipedia.org/wiki/Schweindorf Wappenbegründung – Sinndeutung für das Wappen der Gemeinde Schweindorf Die Gemeinde wurde erstmals im Jahr 1564 als „“Zwyndorp“ urkundlich erwähnt. Im Jahr 1585 ist die Transscription „Swyndorf“ bekannt und schließlich wurde die Gemeinde ab 1684 als „Schweindorff“ erwähnt. In dem ältesten bekannten Namen der Gemeinde „Zwyndorp“  ist das Bestimmungswort  „Zwin" [Aussprache "Swin"], enthalten. Dies bezeichnet im Holländischen einen Priel, einen Wasserlauf im Watt und in der Marsch. Daneben tragen auch verschiedene andere Gewässer-alt- bzw. nebenarme und sumpfige Wasserrinnen diesen Namen. Im englischen Sprachraum wird immer noch der Name „Zwyn“ genutzt. Möglicherweise kommt auch kommt das altsächsische Bestimmungswort "swin " 2013 in Frage. In der eigentlichen Bedeutung von Schwein wird es aber als eine für Schweine gangbare Furt bzw. Furt an der sich (Wild-)Schweine aufhalten, gedeutet. Etymologisch bedeutet das Wort "zwin/swin" eigentlich: "abnehmen", "verschwinden".  So beschreibt es die Verlandung und das allmähliche Eintrocknen von Gewässern, sobald diese keinen Zufluss mehr haben oder vom Hauptgewässerarm abgeschnitten wurden. Das Wort in dieser Bedeutung lässt sich etymologisch über das Mittelniederländische zurückführen und war auch im Altsächsischen gebräuchlich. Beispielhaft seien die  diversen „Swin(e)ford“ /-Orte in England angeführt, die an Neben- oder Altarmen von Gewässern lagen bzw. noch liegen und von Angelsachsen gegründet wurden. Zu den Wappenelementen Der blaue schräglinke Leistenwellenbalken spielt auf diesen vorgenannten, möglichen Wasserlauf, die „Swin“, an. Die Wappentinkturen Grün, Rot und Gold wurden als Symbol der Zugehörigkeit zur Samtgemeinde Holtriem in Anlehnung an das Wappen  vgl. Hauptsatzung der Samtgemeinde Holtriem ebendieser gewählt. Die rote Windmühle, ein Galerieholländer, stellt das Wahrzeichen der Gemeinde dar: die rot- geklinkerte „Klaashensche Windmühle“ Die begleitende Kornähre verweist auf die überwiegend landwirtschaftliche Nutzung der Gemeindeflächen in der Vergangenheit. Der grüne, befruchtete Eichenzweig sowie die Tinktur Grün verkörpern symbolisch die vielen bewaldeten Flächen der Gemeinde Schweindorf. Auch gibt es in Schweindorf noch einen alten Hochzeitsbrauch: den Hochzeitswald. So verweist die Gemeinde Schweindorf im Landkreis Wittmund auf eine Verfügung des Fürsten Christian Eberhard von Ostfriesland aus dem Jahre 1697, gemäß der alle neu vermählten Ehepaare im Harlingerland eine Eiche zu pflanzen hätten. Die Samtgemeinde Holtriem schenkt in Erinnerung an diese Verfügung allen Ehepaaren, die sich auf dem Standesamt in Westerholt haben trauen lassen, einen kleinen Eichenbaum. Dieser darf entweder im eigenen Garten oder im Hochzeitswald gepflanzt werden. Der „Eichenzweig“ spielt ebenso auf diesen Brauch an. Selbstverständlich entwerfe ich auch das Wappen Ihrer Gemeinde. Seriös nach anerkannten Regeln der Heraldik und zu einer kundenfreundlichen Preisgestaltung. Kirchliche Heraldik Ab dem 12. Jahrhundert entstand eine eigene kirchliche Heraldik. Die Heraldik der Kirche benutzt Hut und Kreuz und verzichtet auf das weltliche Symbol des Helms. So entwickelte sich bis in die heutige Zeit ein eigener heraldischer Stil betreffend die Römisch- katholische Kirche. Die Heraldik zum Beispiel in der Anglikanischen Kirche unterscheidet sich hierzu. Zu den genutzten Insignien gehören vor allem der breitkrempige Prälatenhut, der Galero, Hirtenstäbe mit oder ohne Pannisellus (in Höhe des Knaufes befestigtes Tüchlein), Pallium und Vortragekreuze. Das Pallium ist ein Amtsabzeichen des Papstes, das er regelmäßig an die Metropoliten (Oberbischöfe) der Kirche verleiht. Es handelt sich um ein ringförmiges, etwa 5 bis 15 cm breites Band, welches über dem Messgewand getragen wird. Den Galero („Klerikerhut“) nutzen alle Priester und Bischöfe. Der Pabst nutzt eine Krone, die Tiara. Der Klerikerhut ist versehen mit Quasten (fiocchi) in unterschiedlicher Anzahl und Farbgebung. Sie bestimmen maßgeblich den Rang. So darf ein Kardinal einen roten Hut mit 30 roten Quasten im Wappen führen. Bischöfe führen einen grünen Galero mit 12 grünen Fiocchi. Das Wappen eines Bischofs würde früher auch durch Mitra und Hirtenstab geziert. Durch die Instruktion Ut sive sollicite vom 31. März 1969 wurde dies untersagt. Ausnahmen kommen jedoch vor. Wir haben es hier natürlich nicht mit einem Familienwappen zu tun, sondern eigentlich mit einem „persönlichen, heraldischen Zeichen“ oder „Personenwappen“. Priester nutzen einen schwarzen Galero mit zwei schwarzen Quasten. Das Wappen wird in der Regel vom zuständigen Bischof genehmigt. Auch entsprechende Priesterwappen wurden natürlich schon von uns geschaffen.   Familienwappen- Wappenkunst - Fam. Roland Tiedtke - Bachstraße 191 50171 Kerpen / Rheinland   mailto: wappentroeth@t-online.de      
                      Kommunale und kirchliche Heraldik
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