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Familienwappen - Wappenkunst Fam. Roland Tiedtke
 Familienwappen - Wappenkunst              Fam. Roland Tiedtke
  Ist bei einer Wappenstiftung die Eintragung in eine Wappenrolle notwendig? Eigentlich ist eine Registrierung in einer Wappenrolle nicht notwendig. Die Annahme eines Wappens ist eine einseitige Rechtshandlung. Sie erfolgt für sich und die eigenen namensgleichen Nachkommen. Es ist eine formlose Annahme des von einem Heraldiker oder selbstentworfenen Wappens (Wappenstiftung) und der tatsächlichen Nutzung dieses heraldischen Zeichens (Wappenführung). Es bedarf also einer hinreichenden Publizität. Hier ist die Registrierung in einer Wappenrolle ratsam. Ich empfehle die Niedersächsische Wappenrolle (NWR), in der bundesweit Familienwappen registriert werden. Natürlich unter dem Namen der wappenführenden Familie (Wappenname). Damit wird dokumentiert, dass das Wappen einer genealogisch und namensmäßig genau bestimmbaren Familie registriert wurde. Auch kann so der Schutz des Wappens in analoger Anwendung des Namensschutzes (§ 12 BGB) besser realisiert werden. Der Schutz des § 12 BGB für natürliche und auch juristische Personen schließt auch Wappen und Siegel ein. Er ist nicht auf den Namen im engeren Sinne beschränkt (Bundesgerichtshofentscheid in Zivilsachen (BGHZ) 119, 237). Fazit: Die Eintragung in einer Wappenrolle ist nicht notwendig, aber sehr empfehlenswert! Darf man im Wappen die Figuren realistisch darstellen? Wie sollten die Felder im Schild genutzt werden? Die Heraldik stilisiert. Heraldisch werden Figuren zweidimensional dargestellt. Gemäß der so genannten Berliner Erklärung des Herolds über heraldische Gestaltungsgrundsätze von 2009 ist stets eine feld- bzw. schildfüllende Darstellung der Figuren anzustreben. Natürliche Größenverhältnisse werden nicht beachtet. Nehmen wir als Beispiel den Löwen - stilisiert dargestellt: der Kopf, die Pranken und der Schwanz werden dabei sehr deutlich hervorgehoben, dagegen wird der Körper in der heraldischen Darstellung verschlankt. Die Mähne ist reduziert dargestellt. Wird das Wappen in der Seitenansicht (Halbprofil) dargestellt, dann können Figuren in der Helmzier plastischer gestaltet werden. Gegenstände im Schild bleiben aber zweidimensional, also ohne Perspektive. Kann die weibliche Linie, mütterliche Linien, bei der Wappengestaltung berücksichtigt werden? Das Wappen folgt eigentlich dem Mannesstamm und da sind die weiblichen Linien nicht präferiert und sollten (möglichst) auch nicht einfließen. Das Thema wird jedoch kontrovers diskutiert. Treten Ehefrau und Ehemann als Wappenstifter auf mit Beginn der Wappenführung kann man sicherlich ein (kleines) Beizeichen, das auf die weibliche Linie anspielt einfließen lassen. Da wir uns ja auch im Namensstamm bewegen, sollte dieser auch präferiert werden. Also haben wir beispielhaft die Familie Rappe, dann sollte auch ein schwarzes Pferd als Wappentier genutzt werden und nicht ein Mühleisen, wenn die weibliche Linie Müller hieß, das Wappen dominieren. Ich habe Ideen für ein Wappen und dies in einem Entwurf skizziert, können Sie dieses Wappen so zeichnen? Gestaltungswünsche, die nicht gegen die heraldischen Regeln, grob gegen die Ästhetik oder Grundsätze der so genannten Berliner Erklärung verstoßen, berücksichtige ich natürlich immer. Hier bringen Sie natürlich Ihre Ideen ein. Auch muss beachtet werden, dass keine Rechte Dritter tangiert werden. Kann ich das Wappen unseres Heimatortes in unser Familienwappen integrieren? Nein! Staatswappen oder andere staatliche Hoheitszeichen sollen nicht kopiert werden. Wappen, die von derartigen Wappen nur unwesentlich abweichen, so dass trotz dieser Abweichungen die Gefahr einer Verwechslung vorliegt oder die im Schilde auch nur einen Teil eines Hoheitszeichens enthalten werden zum Beispiel in der Niedersächsischen Wappenrolle auch nicht registriert. Möchte man zum Beispiel auf Niedersachsen anspielen, so geht das mit Hilfe des silbernen Pferdes. Eben nur anders gezeichnet als das Sachsenross (auch Niedersachsenross, Welfenross, Westfalenpferd). Phantasie- oder Fabelwappen? Wenn ich als Wappentier ein Greif haben möchte, ist das dann ein Phantasiewappen, wenn kein Bezug zur Familie oder Familiennamen besteht? Ein Wappen basiert auf nachweisbare und repräsentiert eine Person, Familie, oder Körperschaft. Das Phantasiewappen in der Heraldik bezieht sich auf etwas „Fiktives“, ja es ist erfunden. Hierzu gehört auch das Fabelwappen. Es ist anderen angedichtet. Zu den Phantasiewappen/ Fabelwappen gehören beispielsweise: - Wappen von historischen Personen, die vor den tatsächlichen Wappengebrauch lebten und für die nachträglich ein Wappen erfunden wurde. Beispiel: Karl der Große (Wappenbuch des Conrad Grünenberg), König David, - Wappen, die vorgeblich von sagenhaften, mythologischen, märchenhaften oder fiktiven Personen geführt werden, Beispiel: Die Heiligen drei Könige (Wappenbuch von Hans Haggenberg), Ritter der Artus- Sage, Märchenfiguren - - frei erfundene, meist unheraldische, wappenähnliche Gebilde. Die finden sich als zum Beispiel als Werbeträger auf Wein-, und Bieretiketten, Wappen in Computerspielen usw. Das Phantasiewappen kann natürlich den heraldischen Regeln folgen. Das Fabeltier Greif symbolisierte im antiken Griechenland Wachsamkeit und Kraft. Im Mittelalter wurde der Greif zum Sinnbild für die Auferstehung und Himmelfahrt Christi. Er war auch Sinnbild für ritterliche Tüchtigkeit im Kampf, Demut, Wachsamkeit und Schutz. (vgl. H. Kretschmer: Lexikon der Symbole und Attribute in der Kunst, Stuttgart 2011). Wenn Sie also entsprechende Werte als Familientradition ausdrücken möchten…was spricht dagegen? Familienwappen- Wappenkunst - Fam. Roland Tiedtke - Bachstraße 191 50171 Kerpen / Rheinland   mailto: wappentroeth@t-online.de      
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