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Familienwappen - Wappenkunst Fam. Roland Tiedtke
 Familienwappen - Wappenkunst              Fam. Roland Tiedtke
  Gibt es ein “Wappengesetz”? Die Führung amtlicher Wappen ist im öffentlichen Recht geregelt. In Gesetzblättern des Bundes, der Bundesländer,Ortssatzungen und Genehmigungen von Bezirksregierungen. Für Nordrhein- Westfalen zum Beispiel in dem Gesetz über die Landesfarben, das Landeswappen und die Landesflagge vom 10. März 1953 sowie der Verordnung über die Führung des Landeswappens vom 16. Mai 1956. Das “Familienwappenrecht” beruht eigentlich auf dem mittelalterlichem Gewohnheitsrecht. Es ist ein durch die Rechtsprechung anerkanntes Gewohnheitsrecht privatrechtlicher Natur. Also nicht per Gesetz geregelt. Waren im „Preußischen Allgemeinen Landrecht“ von 1794 noch einige Regeln zum Recht am Familienwappen enthalten, so fehlt in unserem Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) Reichsgesetzblatt (RGBl.) 1896, 195, gültig seit dem 18. August 1896, jeder ausdrückliche Verweis darauf. Durch die seit etwa 1880 begonnene Rechtsprechung des Reichsgerichts und später durch den Bundesgerichtshof anerkannte analoge Gleichbehandlung des Rechtsschutzes des Wappens und des Familiennamens haben wir heutzutage eine gültige, gefestigte Rechtsprechung: In langjähriger Rechtsprechung die Gleichbehandlung des Rechtsschutzes des Wappens mit dem Schutz des Namens anerkannt. Befugnis ein Wappen zu führen Die Befugnis private Wappen zu führen, wird danach analog zu dem des Namens über § 12 Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt.  Dieser Paragraph bestimmt: „Wird das Recht zum Gebrauch eines Namens dem Berechtigten von einem anderen bestritten oder wird das Interesse des Berechtigten dadurch verletzt, dass ein anderer unbefugt den gleichen Namen gebraucht, so kann der Berechtigte von dem anderen Beseitigung der Beeinträchtigung verlangen. Sind weitere Beeinträchtigungen zu besorgen, so kann er auf Unterlassung klagen.” Jede rechtsfähige Person kann rundsätzlich kann in Deutschland ein Wappen für sich und die eigene Familie frei annehmen (Wappenstiftung). Die Stiftung eines Familienwappens ist eine einseitige Rechtshandlung. Die Annahme und Führung bedarf daher keiner behördlichen Mitwirkung. Der eigene Wille zur Führung des Wappens muss mit Außenwirkung erkennbar deutlich dokumentiert werden. Niemand darf ein Wappen annehmen und führen, das bereits von Dritten geführt wird oder geführt wurde. Natürlich auch kein staatliches Hoheitszeichen kopieren. Weiteres hierzu auf der Seite Wappenstiftung. (Ausschließlichkeitsgrundsatz) Familienwappen - Führungsberechtigung Namensgleichheit bedeutet nicht Wappengleichheit. Es berechtigt nicht zur Führung des Wappen eines gleichnamigen Familie. Also gibt es nicht das Wappen “Familie Müller”, sondern Wappen von Familien namens “Müller”. Bei altüberlieferten Wappen bedarf es des Nachweises der Führungsberechtigung. Alle, den gleichen Namen tragenden Nachkommen im Mannesstamm sind ein Geschlecht. Das Recht zur Führung desselben Familienwappens stützt sich also von Alters her auf den Nachweis der:   ·   direkten, ununterbrochenen, ehelichen Abstammung von einem     Wappenstifter oder einem berechtigtem Wappenträger   ·   erfolgten Ehelichkeitserklärung bei nichtehelicher Abstammung   ·   Ausdehnung der Führungsberechtigung durch die Agnaten     (berechtigte Wappenträger)  .        Hierbei muss jedoch jeder Agnat der Ausdehnung zustimmen.   Im althergebrachten Wappenrecht wurden Wappen also grundsätzlich im Mannesstamm weitergegeben. Ein rechtens geführtes Familienwappen wird also wie der Familienname weitergegeben.  Eine Tochter führt das Wappen ihres Vaters und mit Heirat das entsprechende Wappen der Familie des Ehegatten.     Wappenrecht folgt dem Namensrecht Moderne Entwicklungen Das Wappenrecht ist angelehnt an das Namensrecht. Aber da unser Namensrecht in der Vergangenheit häufigen Novellierungen unterworfen war, sollte man nicht sofort jedes geltende Namensrecht direkt auf das Wappen anwenden.   Der Wappenausschuss der "Niedersächsischen Wappenrolle" legte im Mai 2005 folgende Richtlinie fest:   "Die Führungsberechtigung an einem Wappen steht grundsätzlich dem Wappenstifter und seinen Nachkommen zu, so lange sie noch den Familiennamen führen." (Zitat)   Damit dokumentiert der Heraldische Verein " Zum Kleeblatt" von 1888 zu Hannover e.V. sicherlich, dass die Traditionspflege dort im Rahmen der modernen, gesellschaftlichen Entwicklung betrieben und weiter entwickelt wird.   Hier wurde aber, unseren Erachtens nach, auch deutlich die Verbindung zwischen Familiennamen und -wappen herausgestellt. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Vereins. Mit der ein oder anderen Auskunft können wir aber auch dienlich sein... Auf der folgenden Seiten geht es auch umd die Wappenkunst erleben Sie dann einen kleinen Einblick in ebendiese und wir zeigen Ihnen die Vielfalt des heraldischen und mittelalterlichen Kunsthandwerks!  
Familienwappen führen - Wappenrecht
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